Keine Heizung, kein Warmwasser, Fäkalien im Keller, eine Haustür, die nicht schließt. Seit Jahren leben wir so. Jetzt soll das Haus an einen Investmentfonds gehen – obwohl der Bezirk es per Vorkaufsrecht für eine Genossenschaft sichern könnte. Es fehlt nur die Zusage des Landes Berlin.
Stand: 06.11.2026
Wir fordern den Senat auf, die Finanzierung für den Vorkauf zuzusagen, damit der Bezirk das Haus für eine Genossenschaft sichern kann, und Heizung, Warmwasser und Abwasser sofort instand zu setzen. Es eilt.
Alle Mängel wurden der Eigentümerseite gemeldet. Viele bestehen seit Monaten oder kehren immer wieder. Die Wohnungsaufsicht des Bezirks ist informiert.
Die Heizung fällt seit Jahren immer wieder aus. Seit rund einem Monat bleiben die Heizkörper kalt – mitten in der Heizperiode. Im letzten Winter wurden in Wohnungen teils nur 10 °C gemessen.
Seit rund einem Monat gibt es kein warmes Wasser mehr. Ausfälle gibt es seit Jahren immer wieder, oft über Wochen.
Immer wieder brechen Abwasserrohre. Der Keller steht dann unter Abwasser – aktuell wieder, bis an die Stromzähler.
Mehrfach wurden Hausstrom und Gas abgestellt – Licht, Heizung und Warmwasser fielen dann komplett aus. Erst nach Eingreifen des Bezirks kam die Versorgung zurück.
Wasser aus dem Heizungsraum, feuchte Dachbalken, abgelöste Tapeten, Schimmel an den Wänden.
Haustür und Klingelanlage sind seit Jahren immer wieder kaputt. Fremde kommen ungehindert ins Haus.
Der Hinterhof ist verdreckt und vermüllt, Gemeinschaftsflächen werden nicht gepflegt.
















Alle Fotos: Hausgemeinschaft Berliner Straße 84. Weitere auf Anfrage für Presse.
Belegte Ereignisse mit Quelle. Angaben der Hausgemeinschaft sind als solche gekennzeichnet.
Bezirk Pankow übt das Vorkaufsrecht aus – 20 Wohnungen, zugunsten einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft. Die damalige Käuferin hatte die Abwendungsvereinbarung nicht unterschrieben.
Quelle: Pressemitteilung Bezirksamt PankowDas Bundesverwaltungsgericht schränkt das Vorkaufsrecht ein. Der Ankauf scheitert, das Haus geht an die JFT Grundbesitz Nr. 25 GmbH.
Quelle: ndWechselnde, schwer erreichbare Hausverwaltungen. Wiederholte Ausfälle von Warmwasser und Heizung, kaputte Haustür, Müll im Hof, fehlende Reinigung, Schäden am Flachdach.
Dokumentation der Hausgemeinschaft; ndDer Hausstrom wird abgestellt und fehlt wochenlang – erst nach Eingreifen der Wohnungsaufsicht fließt wieder Strom. Die Hausgemeinschaft reicht eine Petition beim Abgeordnetenhaus ein.
Quelle: nd; Dokumentation der HausgemeinschaftHausstrom abgestellt: keine Heizung, kein Warmwasser, dunkle Treppenhäuser bei Minusgraden. Mieter*innen erwirken selbst einstweilige Verfügungen, dann wird auch das Gas abgestellt. Erst nach Eingreifen des Bezirks gibt es nach gut zwei Wochen wieder Strom und Wärme.
Quellen: Tagesspiegel, 26.11.2025; Tagesspiegel, 03.12.2025; ndAbwasserrohr im Keller gebrochen, Fäkalien im Keller. Über die Feiertage ist niemand erreichbar; repariert wird erst Wochen später.
Quelle: SPIEGEL TV; Dokumentation der HausgemeinschaftSPIEGEL TV berichtet über das Haus.
Sendung vom 26.01.2026Das Haus wird verkauft. Der neue Käufer – ein Investmentfonds – unterschreibt die Abwendungsvereinbarung nicht. Der Bezirk will das Vorkaufsrecht ausüben und sucht dafür eine Genossenschaft oder Wohnungsbaugesellschaft.
Mieterversammlung mit dem Bezirksamt PankowSeit rund einem Monat keine Heizung und kein warmes Wasser, der Keller steht wieder unter Abwasser. Der Winter beginnt. Die Finanzierung des Vorkaufs durch das Land ist weiter offen – Die Zeit für den Vorkauf läuft ab.
Dokumentation der HausgemeinschaftDer Bezirk Pankow hat ein Vorkaufsrecht, weil der neue Käufer die angebotene Vereinbarung zur Instandsetzung des Hauses nicht unterschrieben hat. Der Bezirk sucht eine Genossenschaft oder Wohnungsbaugesellschaft, die das Haus übernimmt.
Das Vorkaufsrecht kann nur innerhalb von drei Monaten nach Mitteilung des Kaufvertrags ausgeübt werden. Für unser Haus läuft diese Frist bald ab. Danach ist die Chance weg – vermutlich für immer.
Gleichzeitig verhandeln Linke, Grüne und SPD über eine neue Landesregierung. Der amtierende Senat ist geschäftsführend im Amt und kann weiterhin entscheiden. Die Frist wartet nicht auf die Regierungsbildung.
„skandalöse Zustände“Bezirksstadtrat Pankow über die Berliner Straße 84, laut Tagesspiegel, 03.12.2025
An den Senat von Berlin, die Verhandelnden von Linke, Grünen und SPD und das Abgeordnetenhaus.
Das Land gibt den Zuschuss frei, damit der Bezirk das Haus für die Genossenschaft kaufen kann.
Die Wohnungsaufsicht ordnet die Reparaturen an und lässt sie notfalls auf Kosten der Eigentümerin durchführen (Ersatzvornahme).
Solange kein verantwortungsvoller Eigentümer da ist, verwaltet ein Treuhänder das Haus.
Wenn Häuser verfallen, brauchen Bezirke schnellere und stärkere Werkzeuge – und genug Personal, um sie einzusetzen.
Schick diese Seite an Freund*innen, Nachbar*innen und alle, die in Berlin Politik machen.
Schreib den Abgeordneten aus Pankow und den Verhandelnden für Wohnen: „Retten Sie die Berliner Straße 84 – bevor die Frist abläuft.“
Nächster Termin: [Datum, Ort – angemeldet]
Du kennst Häuser mit demselben Muster oder dieselben Firmen? Schreib uns.
Kontakt: [kampagnen-mail@…]
133 Fotos aus den Jahren 2021 bis 2026, nach Themen sortiert und mit Datum. Für Presse, Behörden und Unterstützer*innen – Zugang mit Code. Den Code bekommt ihr bei der Hausgemeinschaft.
Fotos: Hausgemeinschaft Berliner Straße 84. Bei Veröffentlichung bitte so angeben.
Wir zeigen das Haus gern – Begehung nach Absprache. Ansprechpartner*in: [Name, Telefon]